Lammrollbraten mit Süsskartoffel und Kardy

Im Gewächshaus wächst noch Buschbasilikum, es gibt die letzten Winterheckzwiebeln und ein Stück Lammbauch in der Gefriertruhe. Ich hatte vorgestern eine große Kardy geerntet und zubereitet, davon gab es noch Reste und von den Süsskartoffeln die ich schon geerntet hatte, waren noch einige dürre Exemplare übrig. Mangold gibt es im Garten noch genug, die Wühlmäuse haben ihn dieses Jahr nicht gefunden.

Aus Basilikum, Oregano, Knoblauch, 1 Jalapeño, Fenchelgrün und Winterheckzwiebeln habe ich eine Paste hergestellt und auf den ausgebreiteten Lammbauch gestrichen und mit Meersalz bestreut. Darüber kamen einige Blätter Mangold und etwa 5cm vom einen Rand dann die geschälten Wurzeln der Kardy. Ein Rest Schafskäse mit Creme Fraiche gemischt kam dann auf die Kardywurzel. Das Fleisch wurde fest aufgerollt, so dass die Wurzeln in der Mitte waren, mit einem Bindfaden umwickelt und auf einem Rost mit Backblech darunter im Ofen bei etwa 200 Grad 1 Stunde gebacken. Der Bauch ist sehr fett und so kann der größere Teil vom Fett austreten und in das Backblech laufen. Dann habe ich den Rollbraten in eine Auflaufform zu  den Süsskartoffeln und den Kardystielen gelegt und eine weitere Stunde in den Ofen geschoben. Die Kardywurzeln in der Mitte waren ungenießbar hart und wir haben sie wieder entfernt, der Rest war köstlich.

 

 

 

 

 

Kardy

Kardy ist ein Verwandter der Artischocke und das Hauptanbaugebiet ist die Schweiz. Letztes Jahr hatte ich zum ersten Mal einige Pflanzen aus Samen gezogen aber die Blattstiele die man als Gemüse isst waren zu dünn für eine Ernte, da man nicht nur die Stacheln entfernen muss sondern die Stiele auch noch schälen, also wie beim Rhabarber die Fäden abziehen.

2 Kardypflanzen überstanden den Winter, eine wurde sehr hoch mit einem wunderschönen 1,5m hohen Blütenstamm. Die Pflanzen die ich nun dieses Jahr gezogen hatte bekamen jeweils eine Schaufel abgelagerten Pferdemist in das Pflanzloch und den ganzen Sommer über immer wieder Brennesseljauche. Als ich im Spätsommer die Blattstiele immer noch sehr dünn fand, gab ich noch zusätzlich je eine Schaufel Kompost um die Pflanzen und da entwickelten sie sich besser.

Nun haben wir also die ersten Pflanze probiert, das Schälen ist schon sehr pieksig und mühselig, man muss die Stiele auch wirklich lange kochen und die inneren Stangen waren sehr zart, wunderbar bitter, bei den äußeren hätte ich mehr abschälen sollen, sie waren zu faserig.