Lauchquiche

Der Lauch sieht dieses Jahr wirklich sehr gut aus. Dicke unzerfressene Stangen. Als ich nun aber 3 Stangen aus dem Boden ziehe, wird klar, dass diese Lauchkäfer doch schon etwa 5 cm unterhalb vom Boden die Stangen angefressen haben. Eine reißt beim ernten auseinander, bei allen muss man doch einen Teil des unteren Drittels wegschneiden. Alles in allem aber viel besser als in den anderen Jahren.

Die Quiche war eine sehr leckere und vor allem auch billige Resteverwertung. Ich hatte gerade Roggensauerteig für Vollkornbrot auf dem Ofen und nahm davon ca. 3 El. ab. Dazu gab ich Weizenmehl, Dinkelmehl 630 und Teffmehl mit einem 1/2 Stück Hefe. Nach und nach rührte ich lauwarmes Wasser darunter, bis der Teig sich fast vom Boden löste. Dann kam er 2 Stunden auf den warmen Ofen.

1 schon angebrochene Packung Schinkenwürfel und 3 Zehen frischer Knoblauch in Scheiben geschnitten wurden angebraten und dann zu den, in Ringen geschnittenen Lauchstangen, ohne weiteres Fett in eine große Pfanne gegeben. Bei geringer Hitze und unter gelegentlichem Rühren braucht der Lauch nur zusammenfallen. 

Währendessen rührte ich 2 Eier, 1/2 Becher Sauerrahm und 1 Schale von übriggebliebener Béchamel-Käsesoße von einem anderen Essen zusammen. 1,5 Tl. grob gemörserter Kubenpfeffer gibt dem ganzen einen ganz besonderen fruchtig, pfeffrigen Geschmack. Da hinein kam noch 1/2 Stück grob geriebener, billig Edamer, den wir häufig für Pizza nehmen und etwas Salz. Nun wurde der Teig noch kräftig durchgeknetet, ausgerollt und eine halbe Stunde auf dem Blech liegen gelassen. Der ausgekühlte Lauch kann dann mit der Soße vermischt und auf dem Teig verstrichen werden.

Nach 1 Stunde im Ofen bei ca. 200 Grad ist der Belag oben leicht knusprig und der Teig hat durch das Teffmehl eine ganz besondere leicht bröselige Textur.