Koreanische Tempel Küche

Auf der Suche nach mehr Rezepten aus der koreanischen Tempel Küche fand ich diesen Artikel der New York Times. Ein Reisebericht und die bildhafte Beschreibung einer Begegnung mit Jeong Kwan einer buddhistischen Nonne, die fantastisch kocht.

Jeong Kwan, the Philosopher Chef

The most exquisite food in the world, say many celebrated chefs, is being made not in Copenhagen or New York, but in a remote temple complex south of Seoul by a 59-year-old Buddhist nun.

Food Matters By JEFF GORDINIER OCT. 16, 2015

„… Kwan is an avatar of temple cuisine, which has flowed like an underground river through Korean culture for centuries. Long before Western coinages like ‘‘slow food,’’ ‘‘farm-to-table’’ and ‘‘locavore,’’ generations of unsung masters at spiritual refuges like Chunjinam were creating a cuisine of refinement and beauty out of whatever they could rustle up from the surrounding land. Foraging? Fermenting? Dehydrating? Seasonality? Been there, done that — Jeong Kwan and her peers at monasteries throughout Korea have a millennia-spanning expertise in these currently in-vogue methods that can make a top chef feel like a clueless punk….“

Um einen kurzen Überblick über die Grundsätze der korenischen Tempel Küche zu geben, übersetze ich hier aus dem Blog koreanbapsang.com

„Koreanisches Tempel Essen wurde bei gesundheitsbewusste Menschen zunehmend beliebt in- und außerhalb Koreas, als wohltuendes, heilendes Essen, unabhängig von religiösen Hintergründen  ….

Es gäbe so viel über das 1700 Jahre alten koreanischen Tempel Essen (사찰 음식) zu sagen, aber hier sind fünf grundlegende Dinge, die Sie wissen sollten:

  • Koreanische Tempel Nahrung schließt alle tierischen Produkte aus. Milch ist erlaubt, so dass Tempel Essen insgesamt nicht vegan ist, während dies aber die meisten der einzelnen Gerichte sind. Tempel Küche basiert in erster Linie auf saisonalen pflanzlichen Inhaltsstoffen, die entweder ökologisch in Tempelanlagen angebaut oder von den benachbarten Feldern und Bergen geerntet werden.
  • Es gibt 5 verboten Gemüse, genannt oshinchae (오신채). Dies sind Knoblauch, Lauch, Zwiebeln, buchu (부추) – Knoblauch Schnittlauch und dalrae (달래) – wilde Rocambole / kleine wilde Zwiebel. Diese Gemüse gelten als Stimulanzien, die spirituelle Meditation behindern.
  • Tempel Gerichte sind leicht gewürzt nur mit natürlichen Zutaten, so haben sie im Allgemeinen einen milden, reinen Geschmack. Tempel Küche verwendet eine Vielzahl von natürlichen Geschmacksverstärker wie Pilzpulver, Lotuswurzel-Pulver, Perilla-Samen, etc. sowie selbst gemachte traditionell koreanische fermentierte Würzmittel wie Sojasauce (aka Fock Ganjang / Suppe Sojasauce), Doenjang (Sojabohnen Paste) und Gochujang (rote Chili-Pfeffer-Paste).
  • Weil sie mit begrenzten Zutaten arbeiten, sind Tempel Köche Experten darin essbare Wildpflanzen zu identifizieren. Sie kreieren viele unterschiedliche Gerichte aus limitierten Zutaten, und machen saisonal verfügbares Gemüse haltbar oder beizen es für den späteren Gebrauch.
  • In buddhistischen Tempeln, wird das Kochen und Essen als spirituelle Meditation betrachtet. Das Essen ist mit viel Sorgfalt gemacht, den Körper, Geist und Seele derer, die es essen zu ernähren. Das Essen wird als Medizin betrachtet.“ (Quelle: http://www.koreanbapsang.com/2015/08/korean-temple-foohobak-mandu-dumplings.html)