Gewächshausheizung

Letztes Jahr, als ich beim Surfen zu Gewächshausheizungen in englischen Blogs über Kompostheizungen gelesen habe, hat mir die Idee sofort eingeleuchtet. Es gab Berichte über riesige, aus geschredderten Ästen aufgeschichtete Haufen, mit denen Jean Pain in den 70ern in Frankreich Wasser erwärmte und größere Kisten mit Pferdemist in Gewächshäusern in England um damit im Winter zu heizen auf permaculture.co.uk

Es soll ab übernächster Woche Dauerfrost geben daher wollte ich das Projekt gern in die Tat umsetzen. Betina aus dem Nachbarort, deren Schwester Pferde hat, war so unglaublich nett und hat mir ihren Anhänger mit Pferdemist, den ich da reingeschaufelt hatte, hergefahren. In eine Nische an der hinteren Wand habe ich 4 Schubkarren Mist gekippt und dann nach und nach eine vordere Wand aus Brettern hochgezogen. Auf die erste Lage Mist kam eine Lage zerschredderte, fast frischer Weidenäste. Dann habe ich das ganze erstmal festgetreten. Weitere 2 Schubkarren Mist, dann eine dünnere Lage geschredderte Äste und eine Schubkarre unverrotteter Kompost von der obersten Lage des Komposthaufens, folgten. Danach dann der letzte Mist, was nochmal 2 Schubkarren waren und eine Schale Holzasche, weil die gerade voll war. Darüber habe ich eine Folie gelegt um das ganze wieder runterzutrampeln und die Folie dann wieder entfernt. Es ergab dann ein Volumen von 1,5m * 0,5 * 0,4 also ein Drittel m3, was mir jetzt so als Menge doch recht wenig vorkommt … Darauf habe ich nun schon 3 Schubkarren mit Erde geschaufelt, es sollen insgesamt 20 cm werden um dort ein warmes Frühbeet anzulegen.

Am nächsten Tag hatte ich dann noch einmal nachgelesen und es hätte alles sehr gut gewässert werden müssen. Am besten wäre es gewesen wenn ich die geschredderten Äste vorher länger eingeweicht hätte. Nun habe ich also noch 5 Gießkannen mit Wasser in die Kiste gegossen, bis es unten wieder raus kam. 3 Tage später habe ich ein Bratthermometer so tief wie möglich von oben hinein gestochen und es waren fast 10 Grad. Ich habe also weiter mit ca. 4 – 7 Kerzen zusätzlich geheizt. Vorgestern am 7.1.2016 waren nachts -11 Grad gewesen. Der Endiviensalat von dem ich am Tag davor noch was geerntet hatte war erfroren, der Oleander sah aber noch ganz gut aus. Der Schalter mit dem man sich die kälteste und wärmste Temperatur anschauen kann ist eingefroren. Nun habe ich noch zusätzlich eine Infrarot Plattenheizung mit 100 Watt vor den Kompostkasten gestellt und stelle sie abends immer an und morgens aus.

Fazit: So funktioniert das nicht! Ich denke, dass ich den Haufen früher hätte aufsetzen sollen, so dass Bakterien, Mikroben, Regenwürmer die Chance haben sich zu vermehren. Dann hätte ich auch mit wenigstens lauwarmen Wasser gießen müssen und den den Haufen insgesamt größer machen.