Kältewellen im Frühling 2018

Es ist unglaublich kalt. Die Tiefdruckwirbel hängen über Südeuropa und über uns liegt ein Hoch welches sibirische Kälte bringt. Seit 4 Tagen habe ich 5 Kerzen zusätzlich zur Infrarotplatte im Gewächshaus stehen. Tagsüber scheint meist die Sonne, weshalb die Temperaturen im abgetrennten Teil vom Gewächshaus meist über 10 Grad liegen, auch wenn draußen Dauerfrost ist. Alle Pflanzen in kleinen Töpfen habe ich ins Haus geholt und die anderen haben die -5.5 Grad nachts gut überstanden. Draußen war die Temperatur auf -13 Grad heruntergegangen. Grün im Schnee sieht zwar schlapp aus, wenn es gefroren ist, aber am Tage taut es wieder auf. Das Winterpostelein habe ich jetzt immer wieder ausgedünnt, weil so viele Pflanzen gekeimt waren. Es hatte sich doch stark im letzten April selber ausgesät was ich nicht vermutet hatte.

Die Radischen im Kompostbeet haben bisher auch alles gut überstanden, es wird dort also sicher auch von unten Wärme produziert. Den schon im Haus vorgezogenen Kopfsalat setze ich aber lieber noch nicht dort hinein.

Der Küchenofen läuft seit dem Morgen und daher kann man sich überbackene Brötchen zum Frühstück machen z.Bsp. mit Käse, Olivenöl, getrockneten Tomaten, Zwiebeln und dann frisch geerntetes Winterpostelein dazwischen.

Es ging dann noch weiter mit der Kälte bis in den März hinein. Auf der nicht abgetrennten Seite des Gewächshauses war der Boden gefroren, weil die schmale Seite nur Einfachfenster hat, aber ein Winterjasmin im Topf, blühte unverdrossen weiter, hinter bezaubernden federartigen Eissternen.

Gewächshausheizung zweiter Versuch

Gewächshaus im Winter

Da es letztes Jahr nicht geklappt hat den Kompost im Gewächshaus als Heizung zu nutzen, habe ich dieses Jahr im Oktober angefangen Pflanzenreste statt auf den Kompost im Garten, in das Gewächshaus zu bringen, in die Kiste zwischen den beiden Beeten an der Rückwand. Eine Schubkarre geschredderte Äste, 2 Schubkarren Laub und eine Schubkarre voll Rasenschnitt habe ich nach und nach dazu gegeben und verteilt. Am 5.11.17. wurden dann doch fast alle Tomatenpflanzen aus dem Gewächshaus entsorgt und die unreifen Tomaten zum Nachreifen ins Haus gebracht. Die kleinen Gelben lasse ich noch wachsen, die sehen noch gut aus. In der folgenden Nacht soll es zum ersten Mal frieren.

Der Kompost im Gewächshaus müsste schon Wärme abgeben. Den Kompost im Garten haben wir gewendet und eine Schubkarre davon mit viel Regenwürmern ins Gewächshaus gebracht.
Am letzten Novemberwochenende wurde noch eine Tupe Pferdemist geholt und anschließend noch 2 Schubkarren voll mit  Erde dazu gegeben. Die Trennwände aus Stegplatten zum Rest des Gewächshauses vom letzten Jahr habe ich wieder angebracht und dann innen mit 3-lagiger Luftpolsterfolie ausgekleidet. Die vordere Seite mit den Isolierglasfenstern und die Rückseite mit der Mauer bleiben frei aber die Luftpolsterfolie unter den Stegplatten vom Dach habe ich jeweils 10 cm auf die Wände überlappen lassen, weil dort doch immer noch Luftschlitze sind.
Der Innenraum ist jetzt ziemlich voll mit dem Oleander der Feige und den Aloe Vera.
Mitte Dezember haben wir dann den Rest der Folie noch von außen vor den Eingang gehängt, insgesamt 15m.

Der Winter war ganz unglaublich mild, nur einzelne Tage mit leichtem Dauerfrost. Der Kompost – Erdhaufen war nie gefroren, obwohl es auch in dem Teil des Gewächshauses Frost gegeben hatte. Die Physalis, die direkt am Fenster stand war oben erfroren. Ich hatte dann wieder eine Grabkerze und die 100 Watt Infrarot Platte bei Frost angeschlossen. Mitte Januar habe ich kleine, von selbst ausgesäte Salatpflanzen aus dem Garten in das Gewächshaus umgepflanzt und Radieschen gesät.

Update Anfang April: irgendwo muss da eine fiese Schnecke sein. Alle Radieschen, die einen Monat später noch dazugesetzten Kopfsalate und die Kohlrabipflänzchen sind weggefressen. Nur noch die 3 Eichblattsalate haben überlebt.

Herbst 2017

Vor 2 Wochen habe ich die armselige, von Mehltau befallene Schlangengurke entfernt. Sie war durch ein Drittel des Gewächshauses gerankt und hatte uns ein halbes Jahr mit frischen Gurken versorgt. Da es jetzt eine Woche lang fast immer 20 Grad wurden, geht es den Tomatenpflanzen noch gut und es gibt immer wieder reife Tomaten zu ernten. In das Beet wo Spitzpaprika und Gurke gewesen waren habe ich nun wieder Winterpostelein und Grün im Schnee gesät.

 

die erste Tomate

Sehnlichst warten wir auf die Tomaten!!
Nun wird im Gewächshaus endlich die erste reif und die Pflanzen sind schon bis zum Dach gewachsen. Ich binde sie weiter fest, damit sie nach vorn wachsen können. Dieses Jahr habe ich noch mehr Sorten angebaut, es sind 12 Pflanzen. Im Laufe der Zeit stellte sich heraus, dass 2 Pflanzen nur sehr wenige, kleine verkümmerte Tomaten produzieren. Vielleicht liegt es daran, dass ich sie jetzt schon seit mehreren Jahren aus eigenen Samen ziehe? Insgesamt hatten wir dann aber doch wieder mehrere Monate Tomaten und haben viele Gläser eingekocht.

Grün im Schnee

Grün im Schnee

Nun Mitte April fangen die Salate im Gewächshaus an zu schießen und zu blühen. Vom Winterpostelein habe ich schon die meisten blühenden Pflanzen herausgenommen und als Gründüngung auf der Erde liegen gelassen. Dort soll dann noch eine wenig Kompost drauf und frische Erde um dann Auberginen und Paprika zu pflanzen.

Von den Endivien gibt es noch 3 Köpfe die wir jetzt Ostern essen können aber Grün im Schnee ist auch so prächtig gewachsen, dass ich nun überlegt habe, was ich noch damit machen könnte. Die Blätter sind jetzt wunderbar scharf, aber Salat nur aus diesem Gemüse ist irgendwie nicht so das Richtige.
(Update 19.06.2017) Eine Pflanze Grün im Schnee hatte ich wachsen lassen und nun herausgerissen. Die Samenkapseln fangen an gelb zu werden und um die Samen zu ernten, lasse ich sie noch 4 Tage draußen liegen.

Pizza mit Grün im SchneeIch habe also Zwiebeln und Knoblauch in Olivenöl angeschmort und dann die fein geschnittenen Blätter von 2 Pflanzen Grün im Schnee kurz unter Rühren mitgebraten bis sie zusammengefallen sind. Auf einem Pizzateig Tomatensoße, die Gemüsemischung, Streifen von Parmaschinken und oben noch halbe Tl. von Tomaten – Schafskäseaufstrich verteilt und im Ofen bei 220 Grad 20 Minuten gebacken.

zweite Saaten

Saat

Gleich nach Weihnachten hatte ich ja schon einmal Kopfsalat und Kohlrabi im Haus gesät, noch voller Hoffnung, dass das Experiment mit der Kompostheizung funktioniert und ich bald ein warmes Frühbeet habe. Leider wurde es ganz doll kalt, da wollten sich auch keine Mikroben vermehren. Aus Lichtmangel schossen die Salate und kippten um aber wenigsten einige Kohlrabipflanzen haben überlebt und sind schon im Gewächshaus.

Nun sieht es wieder so aus als könnte diese Kälte endlich mal ein Ende haben und daher habe ich heute alle Tomaten, Paprika und Chilli in Töpfe gesät, ebenso den Lauch und dann noch Weisskohl, Kohlrabi und Blumenkohl in die Multipalette.

Update 20.03.2017

Ein Teil des Kohls wächst schon im Gewächshaus auf dem Pferdemistbeet und die restlichen kleinen Kohlpflänzchen warten auf das nächste Wochenende da werden sie ausgepflanzt.

TomatenDie Tomaten wurden vor 3 Tagen in größere Töpfe gepflanzt, etwas tiefer gesetzt damit sie mehr Wurzeln bilden können. Sie warten noch im geheizten Wohnzimmer. Gestern gab es nochmal Nachtfrost aber das scheint nun demnächst vorbei zu sein.

Gewächshausheizung

Letztes Jahr, als ich beim Surfen zu Gewächshausheizungen in englischen Blogs über Kompostheizungen gelesen habe, hat mir die Idee sofort eingeleuchtet. Es gab Berichte über riesige, aus geschredderten Ästen aufgeschichtete Haufen, mit denen Jean Pain in den 70ern in Frankreich Wasser erwärmte und größere Kisten mit Pferdemist in Gewächshäusern in England um damit im Winter zu heizen auf permaculture.co.uk

Es soll ab übernächster Woche Dauerfrost geben daher wollte ich das Projekt gern in die Tat umsetzen. Betina aus dem Nachbarort, deren Schwester Pferde hat, war so unglaublich nett und hat mir ihren Anhänger mit Pferdemist, den ich da reingeschaufelt hatte, hergefahren. In eine Nische an der hinteren Wand habe ich 4 Schubkarren Mist gekippt und dann nach und nach eine vordere Wand aus Brettern hochgezogen. Auf die erste Lage Mist kam eine Lage zerschredderte, fast frischer Weidenäste. Dann habe ich das ganze erstmal festgetreten. Weitere 2 Schubkarren Mist, dann eine dünnere Lage geschredderte Äste und eine Schubkarre unverrotteter Kompost von der obersten Lage des Komposthaufens, folgten. Danach dann der letzte Mist, was nochmal 2 Schubkarren waren und eine Schale Holzasche, weil die gerade voll war. Darüber habe ich eine Folie gelegt um das ganze wieder runterzutrampeln und die Folie dann wieder entfernt. Es ergab dann ein Volumen von 1,5m * 0,5 * 0,4 also ein Drittel m3, was mir jetzt so als Menge doch recht wenig vorkommt … Darauf habe ich nun schon 3 Schubkarren mit Erde geschaufelt, es sollen insgesamt 20 cm werden um dort ein warmes Frühbeet anzulegen.

Am nächsten Tag hatte ich dann noch einmal nachgelesen und es hätte alles sehr gut gewässert werden müssen. Am besten wäre es gewesen wenn ich die geschredderten Äste vorher länger eingeweicht hätte. Nun habe ich also noch 5 Gießkannen mit Wasser in die Kiste gegossen, bis es unten wieder raus kam. 3 Tage später habe ich ein Bratthermometer so tief wie möglich von oben hinein gestochen und es waren fast 10 Grad. Ich habe also weiter mit ca. 4 – 7 Kerzen zusätzlich geheizt. Vorgestern am 7.1.2016 waren nachts -11 Grad gewesen. Der Endiviensalat von dem ich am Tag davor noch was geerntet hatte war erfroren, der Oleander sah aber noch ganz gut aus. Der Schalter mit dem man sich die kälteste und wärmste Temperatur anschauen kann ist eingefroren. Nun habe ich noch zusätzlich eine Infrarot Plattenheizung mit 100 Watt vor den Kompostkasten gestellt und stelle sie abends immer an und morgens aus.

Fazit: So funktioniert das nicht! Ich denke, dass ich den Haufen früher hätte aufsetzen sollen, so dass Bakterien, Mikroben, Regenwürmer die Chance haben sich zu vermehren. Dann hätte ich auch mit wenigstens lauwarmen Wasser gießen müssen und den den Haufen insgesamt größer machen.

Schlangengurken

Schlangengurke

Da hatte ich mir, leider ohne Datum folgendes notiert:

 3 Schlangengurken am Wochenende geerntet und nun noch 5 = 8 mal sehen wohin das führt. Die ersten kleinen Gurken hab ich vor 2 Wochen geerntet
Das führt dazu, dass die Pflanzen so schwer werden, dass oben das Brett rausreißt an dem sie hängen +3=11
12 +2+3 = 17 + 4 + 6 = 27 nun ist Juli und da kommen aus der letzten Woche 9 dazu = 36

… und so ging es immer weiter… Es war das erste mal, dass ich hier im Blumenladen 2 dieser Gurkenpflanzen gekauft hatte, die auf Kürbis gepfropft sind und dazu noch eine Sorte, die kleine Gurken macht. Alle 3 kamen hinten rechts ins Gewächshaus. Die Pflanze mit den kleinen Gurken starb recht schnell und die beiden anderen produzierten unglaublich viele lange Salatgurken. Die Pflanzen wucherten durch das Gewächshaus, ich musste ständig neue Ranken anbinden und sie so leiten, dass ich überhaupt noch durchkam. Auch als der Mehltau den innersten Teil der Pflanzen schon völlig zerstört hatte wuchsen sie immer weiter.

Winterpostelein und Grün im Schnee

Im Gewächshaus sind immer noch sehr viele Ritzen durch die die Kälte reinzieht. Ich habe an verschiedenen Stellen Leisten über diese Spalten geschraubt und so versucht das Gewächshaus besser abzudichten. Die Tagestemperaturen sollen auf  13 Grad runter gehen. In das rechte Beet habe ich dann etwas Kompost und einige cm. frische Erde getan und dann Winterpostelein und Grün im Schnee gesät. Aus dem Garten habe ich einige Endivien gegraben und auch noch in das Gewächshaus umgepflanzt. Die Pflanzen sind noch sehr klein, ich habe sie etwas zu spät gesät und der Oktober war zu kalt. Im Garten werden sie nicht mehr wachsen aber im geschützten Gewächshaus sicher. 

Tomaten 2016

Vom letzten Jahr hatte ich 4 Sorten ausgewählt die ich unbedingt wieder anbauen wollte. Es gab sehr leckere kleine gelbe, in Trauben wachsende rote, längliche mit wenig Fruchtfleisch, Fleischtomaten und ganz normal große Rote mit hohem Ertrag, die ich jetzt schon 3 Jahre anbaue. Diese Tomaten habe ich dann im Wohnzimmer Anfang Februar ausgesät. Im Frühling an warmen Tagen in das Gewächshaus getragen und abends wieder ins Haus.

Zusätzlich kamen dann Pflänzchen einer rot-schwarzen Tomate und mehrere Ochsenherz Pflanzen als Geschenk, die auf alle Fälle viel später gesät worden waren. Natürlich wusste ich irgendwann nicht mehr welche Tomate in welchem Topf war und als sie dann wuchsen und Früchte trugen war ich ein bisschen enttäuscht, dass die tollen kleinen gelben nicht dabei waren.

Diese riesige Ananastomate oben kam als Mitbringsel vom Tempelhofer Feld. All diese faszinierenden wuchernden Tomatenpflanzen sehen auf den Fotos leider so unspektakulär, einfach nur grün aus. 

Ende August fingen die Tomaten beim Kohl an zu reifen, die im Kompost gewesen waren. Mehrere Pflanzen hatte ich stehen gelassen und da war auch meine geliebte Gelbe dabei!!!