Knoblauch

Nachdem ich im letzten November im Netz gelesen hatte, dass jemand gewerbsmäßig große Knoblauchknollen erntet und dies, indem er im November pflanzt und im Februar mit Hühnermist düngt, dachte ich, dass ich es mit dem Knoblauch doch nochmal versuchen sollte. Mehrmals hatte ich vorher versucht Knoblauch anzubauen. Mit Zehen von Knollen aus dem Supermarkt und auch mit extra Knoblauchknollen als Saatgut, der Erfolg war mäßig, die Knollen einfach zu klein. Ich hatte also diesmal 2 verschiedene Knoblaucharten als Saatgut bestellt und im November gepflanzt. Die Sorten Morado und Vallelado. Eine Sorte habe ich als Reihe an die Erdbeeren gesetzt und die andere Sorte als Reihe neben die Wintersteckzwiebel Radar. Im Februar bin ich dann zum Nachbarn gegangen und habe eine Schubkarre voll Hühnermist geholt. Einen 10 Liter Eimer mit Mist habe ich zunächst in einer großen Maurertuppe mit Wasser gemischt, dann diese dicke Brühe nochmal 2 zu 10 mit Wasser vermischt und den Knoblauch sowie die Wintersteckzwiebel damit gegossen. Im Frühling, etwa April haben wir dann auf die Reste in der Maurertuppe die ersten Brennesseln gelegt und die erste Pflanzenjauche hergestellt. Mit dieser habe ich dann auch wieder mit Wasser verdünnt gegossen.

Jetzt Anfang Juli habe ich den ersten Knoblauch geerntet. Schöne mittelgroße Knollen, einige kleiner. Die erste Knolle mal auf den Grill gelegt, wunderbar! 

Puffbohnen, Dicke Bohnen, Saubohnen

Am ersten Februarwochenende hatte ich Tomaten, Kohlrabi, Lauch und Paprika im Haus gesät. Draußen war der Boden gerade eben aufgetaut und ich konnte die Puffbohnen aussäen. Zum allerersten Mal schien die Sonne auf die Terrasse und morgens auf dem Weg zur Arbeit dämmerte es schon. Nun, 5 Monate später habe ich das Feld abgeräumt, die Stängel abgeschnitten, damit die Wurzeln in der Erde bleiben. Die letzten Bohnen habe ich aufgeteilt, die einen als Saatgut und die anderen zum Einfrieren. Es war die bisher beste Ernte. Auf der einen Seite sicher, weil es im Mai und Anfang Juni auch mal ausgiebig regnete. Auf der anderen Seite waren nicht nur weniger schwarze Bohnenkäfer da, sondern auch eine riesige Menge an Marienkäferlarven, die sich nach der ersten Blattlausinvasion im ganzen Garten ausbreiteten. Plötzlich waren die Dicken Bohnen frei von Blattläusen, sie fraßen die Blattläuse an den Kirschbäumen weg und einige brachte ich in das Gewächshaus wo man ihnen dabei zusehen konnte wie sie die Aubergine und Paprika von Läusen reinigten.

Ergebnis sind immerhin, 2 mal Puffbohnen im Essen, 2 Portionen schon blanchiert und gepellt im Tiefkühler und 2 Hände voll Saatgut.

2019 erste Saaten

Gestern am 8. Februar war es frühlingshaft lau, ab und zu kam die Sonne raus, der Boden war gerade eben aufgetaut und ich habe die ersten Beete bearbeitet und Puffbohnen gesät. Ich kann es eigentlich nicht wirklich glauben, dass nun der Winter zuende ist, aber es fühlt sich so wunderbar danach an.

Letzte Woche hatte ich noch die Erde von frischen Maulwurfhügeln genommen um die Tomaten auf der Fensterbank zu säen, da war der Boden noch gefroren.

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Nun am 1. März kann man rückblickend sagen, dass der ganze Februar 2019 außergewöhnlich sonnig und tagsüber warm war. Ein stabiles Hoch hatte sich festgesetzt und wir konnten jeden freien Tag draußen arbeiten. Mitte Februar hatte ich dann schon ein halbes Beet mit Karotten und chinesischen Frühlingszwiebeln gesät und auch zum ersten Mal Haferwurzeln. 

Heute werde ich die Tomaten vereinzeln, sie sind schon prima gewachsen.

 

 

 

Gemüse aus dem Keller Anfang Februar 2019

Muskatkürbis

Es schneit vor sich hin, wir heizen vor uns hin und morgen wollte ich neuen Rinderbouillon aufsetzen, weil der Küchenofen sowieso die ganze Zeit läuft. Heute wollte ich mal anfangen den Kürbis zu verbrauchen den ich hier aus dem Gemeinschaftsgarten geschenkt bekommen hatte und der im Keller lagerte. Äpfel und Karotten in Sand gelagert sind auch noch im Keller.
Die Äpfel sind mittlerweile sehr mürbe aber immer noch o.k. und die Karotten ganz wunderbar knackig. Apfel und Kirschsaft so mitten im Winter ist natürlich auch was tolles.

Chicoree im Flur

Chicoree

Nach einer guten Ernte im Winter 2017 waren letzten Winter die Chicoreeknollen sehr klein geblieben. Ich hatte sie daher in einen Eimer gesetzt und aber kaum was geerntet. 2018 schaffte ich es sie zu ernten bevor die Wühlmäuse die ganzen Wurzeln aufgefressen hatte. Ich pflanzte sie wieder in eine Maurertuppe und hatte auch noch einen halben Eimer mit Pferdemist, den ich unter die Erde mischte. Das wurde die bisher beste Ernte. Ich hatte die Wurzeln so gepflanzt, dass sie oben noch ein Stück aus der Erde schauten und darauf geachtet beim Ernten etwa 2 Zentimeter oberhalb der der Wurzel abzuschneiden, so dass ich alle Chicorees ein zweites Mal ernten konnte.
Das obere Bild ist ist von Anfang Dezember und das untere von Ende Januar.

Chicoree

 

Update Austernpilze 2018

Austernpilze

Das ganze Jahr 2018 war sehr warm und extrem trocken. Die Baumstämme mit der Pilzbrut standen zwar im Schatten aber da in 2017 nichts zu sehen war, hatte ich mich nicht weiter um sie gekümmert. Anfang Oktober sah ich dann die ersten Austernpilze unten aus den Stämmen wachsen. 2 Pilze konnte ich ernten. Aus einem zweiten Stamm wuchs dann noch einer, der aber sehr klein blieb. Weitere Pilze im oberenTteil des Stamms vertrockneten bevor sie größer wurden. Da bleibt es ja sehr spannend was im nächsten Herbst passiert.

In den Pappeln mit der Enokipilzbrut wuchsen aber keine Pilze.

Pak Choi

Im Juli hatte ich schwarzen Rettich und Pak Choi in der Multipalette gesät. Im Garten kann bei Trockenheit wirklich nichts mehr gesät werden, weil ich ja nicht jeden Tag 2 mal giessen kann. Dann ist der Pak Choi so unglaublich gut gewachsen wie noch nie. Ich hatte eine Rinne gemacht, ein wenig Kompost eingearbeitet und dann diese Rinne mit mehreren Gießkannen gewässert, so dass die Wurzeln nach dem Einpflanzen gleich in die Tiefe wachsen konnten.  Am 1.10, einem wunderschönen langen Herbstwochenende mit sehr kalten Nächten und warmen Tagen hat es zum erstan Mal Bodenfrost gegeben.  Die Pak Choi und mangoldblätter waren morgens ganz hart gefroren und sind dann unbeschadet wieder aufgetaut.

Ich habe sehr viele Pflanzen verschenkt, weil wir soviel gar nicht essen konnten. Das Pak Choi Kimchi ist beim zweiten Anlauf auch sehr gut gelungen

 

Erbsen 2018

Auch Ostern schneite es nach einer weiteren Kältewelle nochmal kräftig, also ein ziemlich absonderlicher 1. April mit Schnee schippen. Aber dann fing es kräftig an zu tauen und wir stellten alle Regentonnen auf um das Schmelzwasser einzufangen. Am nächsten Tag konnte ich dann wenigstens das Beet für die Erbsen vorbereiten. Dort scheint den ganzen Tag die Sonne hin und der Boden war aufgetaut. Palerbsen hatte ich letztes Jahr nur zur Saatgutproduktion angebaut, da gibt es dieses Jahr eine ganze Reihe. Eine zweite Reihe teilen sich Zuckerschoten und Markerbsen.

Zur Freude gab es dann eine große Lachsforelle aus dem Ofen, auf Reis mit Würze vom eigenen getrockneten Suppengemüse und Weißwein und dazu die letzten gefrorenen Erbsen aus dem vorherigen Jahr.

Kältewellen im Frühling 2018

Es ist unglaublich kalt. Die Tiefdruckwirbel hängen über Südeuropa und über uns liegt ein Hoch welches sibirische Kälte bringt. Seit 4 Tagen habe ich 5 Kerzen zusätzlich zur Infrarotplatte im Gewächshaus stehen. Tagsüber scheint meist die Sonne, weshalb die Temperaturen im abgetrennten Teil vom Gewächshaus meist über 10 Grad liegen, auch wenn draußen Dauerfrost ist. Alle Pflanzen in kleinen Töpfen habe ich ins Haus geholt und die anderen haben die -5.5 Grad nachts gut überstanden. Draußen war die Temperatur auf -13 Grad heruntergegangen. Grün im Schnee sieht zwar schlapp aus, wenn es gefroren ist, aber am Tage taut es wieder auf. Das Winterpostelein habe ich jetzt immer wieder ausgedünnt, weil so viele Pflanzen gekeimt waren. Es hatte sich doch stark im letzten April selber ausgesät was ich nicht vermutet hatte.

Die Radischen im Kompostbeet haben bisher auch alles gut überstanden, es wird dort also sicher auch von unten Wärme produziert. Den schon im Haus vorgezogenen Kopfsalat setze ich aber lieber noch nicht dort hinein.

Der Küchenofen läuft seit dem Morgen und daher kann man sich überbackene Brötchen zum Frühstück machen z.Bsp. mit Käse, Olivenöl, getrockneten Tomaten, Zwiebeln und dann frisch geerntetes Winterpostelein dazwischen.

Es ging dann noch weiter mit der Kälte bis in den März hinein. Auf der nicht abgetrennten Seite des Gewächshauses war der Boden gefroren, weil die schmale Seite nur Einfachfenster hat, aber ein Winterjasmin im Topf, blühte unverdrossen weiter, hinter bezaubernden federartigen Eissternen.

Ingwer – Ernte und Einkochen

Mitte November habe ich Ingwer und Kurkuma geerntet, die Blätter wurden langsam gelb. 2 Stück Ingwer und 1 Stück Kurkuma habe ich in einen kleineren Topf gepflanzt und ins Haus in einen kühlen Raum gestellt.

Den restlichen Ingwer habe ich süß – sauer zu Sushi Ingwer eingelegt. Mich stört, dass er noch dünner hätte gehobelt werden müssen. Ich habe aber leider keinen so feinen Hobel gehabt und mit mit dem Messer habe ich es auch nicht geschafft. Der Ingwer wurde in einer Reisessig –  Zucker Mischung in kleinen 60 Gramm Einweggläsern eingekocht.

Den Kurkuma habe ich sehr klein geschnitten, erst auf dem Kachelofen getrocknet und dann gemörsert.