Yacón

Die Blätter der Yacón sind nun nach dem letzten Frost erfroren und ich habe die Knollen geerntet. Alle Zweige habe ich abgeschnitten und den inneren Teil der Pflanze mit Erde wieder eingepflanzt, etwas gegossen und zum Überwintern in den Keller gestellt. 
Mal sehen ob sie austreibt. Vor zwei Jahren hatte ich schon einmal eine Pflanze im Topf zum Überwintern geschenkt bekommen aber die war nicht wieder ausgetrieben, vielleicht war sie vertrocknet.

Diese, gekaufte Pflanze war etwa 1,5 Meter hoch geworden, hatte lange Gelb geblüht und eine große Anzahl von dicken Wurzeln gebildet.

Als erstes probierten wir ein Stück Yacón roh. Die Konsistenz ist knackig, die Knolle schmeckt leicht süß, frisch und fruchtig, aber es war geschmacklich nicht so überzeugend. In den nächsten Tagen hatte ich einmal ein Stück Wurzel in Obstsalat gerieben, was ganz gut passte. Ein anderes Mal hatte ich Yacón mit auf ein Blech Ofengemüse getan, sie war weich und sehr süß geworden aber auch das überzeugte nicht so sehr. Zu guter Letzt habe ich die letzten beiden Knollen entsaftet und zu Sirup eingekocht und werde den Sirup hier und da als Ersatz für Ahornsirup nutzen.

Kardy

Kardy ist ein Verwandter der Artischocke und das Hauptanbaugebiet ist die Schweiz. Letztes Jahr hatte ich zum ersten Mal einige Pflanzen aus Samen gezogen aber die Blattstiele die man als Gemüse isst waren zu dünn für eine Ernte, da man nicht nur die Stacheln entfernen muss sondern die Stiele auch noch schälen, also wie beim Rhabarber die Fäden abziehen.

2 Kardypflanzen überstanden den Winter, eine wurde sehr hoch mit einem wunderschönen 1,5m hohen Blütenstamm. Die Pflanzen die ich nun dieses Jahr gezogen hatte bekamen jeweils eine Schaufel abgelagerten Pferdemist in das Pflanzloch und den ganzen Sommer über immer wieder Brennesseljauche. Als ich im Spätsommer die Blattstiele immer noch sehr dünn fand, gab ich noch zusätzlich je eine Schaufel Kompost um die Pflanzen und da entwickelten sie sich besser.

Nun haben wir also die ersten Pflanze probiert, das Schälen ist schon sehr pieksig und mühselig, man muss die Stiele auch wirklich lange kochen und die inneren Stangen waren sehr zart, wunderbar bitter, bei den äußeren hätte ich mehr abschälen sollen, sie waren zu faserig.

erster Frühlingssalat aus dem Garten

Nun kann man schon einmal einen ganzen gemischten Salat aus dem Garten und dem Gewächshaus ernten obwohl die Nächte weiterhin ständig sehr kalt sind und Rüben, Beete und Karotten nicht wachsen wollen.

Eichblattsalat und kleine Rettiche sind aus dem Gewächshaus. Spargel, Winterheckzwiebeln, Löwenzahn, Rukola vom letzten Jahr, Hopfensprossen, Taubnesseln und ein wenig Giersch, Schnittlauch, Pimpinelle aus dem Garten.

 

Frost

7.10. Nachdem es in den letzten 2 Wochen endlich den ersehnten Regen gab, liegt nun ein Hoch über uns und bringt den ersten Nachtfrost. Seit einer Woche heizen wir, gestern Nacht sank die Temperatur nur knapp unter den Gefrierpunkt aber diese Nacht schon viele Stunden bis auf -1,8 Grad. Wir hatten schon gestern viele Pflanzen mit Fliesen oder Jute abgedeckt und andere geerntet. Die Spitzpaprika waren leider noch zum größten Teil grün und nun warte ich mal ab ob sie im sonnigen Wohnzimmer nachreifen.

– Ja, das funktioniert wenn sie schon ein wenig Farbe hatten. Ganz Grüne schaffen es nicht.

Currybaum

Ein kleiner Currybaum wächst in Portugal im Topf an der Hauswand und hat sich gut entwickelt in den letzten Jahren. Leider verlieren die Blätter ihren wundervollen Geschmack wenn man sie trocknet oder einfriert, also müssen sie dann am besten immer vor Ort verkocht werden.

Knoblauch

Nachdem ich im letzten November im Netz gelesen hatte, dass jemand gewerbsmäßig große Knoblauchknollen erntet und dies, indem er im November pflanzt und im Februar mit Hühnermist düngt, dachte ich, dass ich es mit dem Knoblauch doch nochmal versuchen sollte. Mehrmals hatte ich vorher versucht Knoblauch anzubauen. Mit Zehen von Knollen aus dem Supermarkt und auch mit extra Knoblauchknollen als Saatgut, der Erfolg war mäßig, die Knollen einfach zu klein. Ich hatte also diesmal 2 verschiedene Knoblaucharten als Saatgut bestellt und im November gepflanzt. Die Sorten Morado und Vallelado. Eine Sorte habe ich als Reihe an die Erdbeeren gesetzt und die andere Sorte als Reihe neben die Wintersteckzwiebel Radar. Im Februar bin ich dann zum Nachbarn gegangen und habe eine Schubkarre voll Hühnermist geholt. Einen 10 Liter Eimer mit Mist habe ich zunächst in einer großen Maurertuppe mit Wasser gemischt, dann diese dicke Brühe nochmal 2 zu 10 mit Wasser vermischt und den Knoblauch sowie die Wintersteckzwiebel damit gegossen. Im Frühling, etwa April haben wir dann auf die Reste in der Maurertuppe die ersten Brennesseln gelegt und die erste Pflanzenjauche hergestellt. Mit dieser habe ich dann auch wieder mit Wasser verdünnt gegossen.

Jetzt Anfang Juli habe ich den ersten Knoblauch geerntet. Schöne mittelgroße Knollen, einige kleiner. Die erste Knolle mal auf den Grill gelegt, wunderbar! 

Puffbohnen, Dicke Bohnen, Saubohnen

Am ersten Februarwochenende hatte ich Tomaten, Kohlrabi, Lauch und Paprika im Haus gesät. Draußen war der Boden gerade eben aufgetaut und ich konnte die Puffbohnen aussäen. Zum allerersten Mal schien die Sonne auf die Terrasse und morgens auf dem Weg zur Arbeit dämmerte es schon. Nun, 5 Monate später habe ich das Feld abgeräumt, die Stängel abgeschnitten, damit die Wurzeln in der Erde bleiben. Die letzten Bohnen habe ich aufgeteilt, die einen als Saatgut und die anderen zum Einfrieren. Es war die bisher beste Ernte. Auf der einen Seite sicher, weil es im Mai und Anfang Juni auch mal ausgiebig regnete. Auf der anderen Seite waren nicht nur weniger schwarze Bohnenkäfer da, sondern auch eine riesige Menge an Marienkäferlarven, die sich nach der ersten Blattlausinvasion im ganzen Garten ausbreiteten. Plötzlich waren die Dicken Bohnen frei von Blattläusen, sie fraßen die Blattläuse an den Kirschbäumen weg und einige brachte ich in das Gewächshaus wo man ihnen dabei zusehen konnte wie sie die Aubergine und Paprika von Läusen reinigten.

Ergebnis sind immerhin, 2 mal Puffbohnen im Essen, 2 Portionen schon blanchiert und gepellt im Tiefkühler und 2 Hände voll Saatgut.

2019 erste Saaten

Gestern am 8. Februar war es frühlingshaft lau, ab und zu kam die Sonne raus, der Boden war gerade eben aufgetaut und ich habe die ersten Beete bearbeitet und Puffbohnen gesät. Ich kann es eigentlich nicht wirklich glauben, dass nun der Winter zuende ist, aber es fühlt sich so wunderbar danach an.

Letzte Woche hatte ich noch die Erde von frischen Maulwurfhügeln genommen um die Tomaten auf der Fensterbank zu säen, da war der Boden noch gefroren.

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Nun am 1. März kann man rückblickend sagen, dass der ganze Februar 2019 außergewöhnlich sonnig und tagsüber warm war. Ein stabiles Hoch hatte sich festgesetzt und wir konnten jeden freien Tag draußen arbeiten. Mitte Februar hatte ich dann schon ein halbes Beet mit Karotten und chinesischen Frühlingszwiebeln gesät und auch zum ersten Mal Haferwurzeln. 

Heute werde ich die Tomaten vereinzeln, sie sind schon prima gewachsen.

 

 

 

Gemüse aus dem Keller Anfang Februar 2019

Muskatkürbis

Es schneit vor sich hin, wir heizen vor uns hin und morgen wollte ich neuen Rinderbouillon aufsetzen, weil der Küchenofen sowieso die ganze Zeit läuft. Heute wollte ich mal anfangen den Kürbis zu verbrauchen den ich hier aus dem Gemeinschaftsgarten geschenkt bekommen hatte und der im Keller lagerte. Äpfel und Karotten in Sand gelagert sind auch noch im Keller.
Die Äpfel sind mittlerweile sehr mürbe aber immer noch o.k. und die Karotten ganz wunderbar knackig. Apfel und Kirschsaft so mitten im Winter ist natürlich auch was tolles.

Chicoree im Flur

Chicoree

Nach einer guten Ernte im Winter 2017 waren letzten Winter die Chicoreeknollen sehr klein geblieben. Ich hatte sie daher in einen Eimer gesetzt und aber kaum was geerntet. 2018 schaffte ich es sie zu ernten bevor die Wühlmäuse die ganzen Wurzeln aufgefressen hatte. Ich pflanzte sie wieder in eine Maurertuppe und hatte auch noch einen halben Eimer mit Pferdemist, den ich unter die Erde mischte. Das wurde die bisher beste Ernte. Ich hatte die Wurzeln so gepflanzt, dass sie oben noch ein Stück aus der Erde schauten und darauf geachtet beim Ernten etwa 2 Zentimeter oberhalb der der Wurzel abzuschneiden, so dass ich alle Chicorees ein zweites Mal ernten konnte.
Das obere Bild ist ist von Anfang Dezember und das untere von Ende Januar.

Chicoree